Erkrankungen im Antrag der BU nicht verschwiegen

In den vergangenen Tagen haben die Medien wieder eifrig über Gerichtsurteil berichtet, das im Zusammenhang mit der Berufsunfähigkeitsversicherung steht. Im konkreten Fall ging es um eine Person, die bereits beim Beantragen ihrer Versicherung wusste, dass sie an einer bedeutsamen bzw. sehr ernst zu nehmenden Erkrankung leidet. Allerdings wurde die Erkrankung im Antrag verschwiegen.

Einige Zeit später kam es zum Ernstfall: Es wurde eine Berufsunfähigkeit festgestellt und der Versicherungsnehmer wollte seine BU Versicherung in Anspruch nehmen. Der Versicherer stellt daraufhin fest, dass bereits zum Zeitpunkt eine Erkrankung vorlag, die im Antrag hätte angegeben werden müssen. Daraufhin verweigerte der Versicherer die Leistung der BU Rente.

Es kam zum Streit zwischen Versicherungsnehmer und Versicherer. Am Ende konnte sich der Versicherer jedoch durchsetzen: Das zuständige Oberlandesgericht stellte sich auf die Seite des Versicherers. Laut Ansicht des Gerichts hätte der Versicherungsnehmer seine Erkrankung nicht verschweigen dürfen.

Erkrankungen immer angeben

Für Antragsteller ist es daher wichtig, ehrliche Angaben zu machen und Erkrankungen oder schwere Verletzungen im Antrag anzugeben. Zwar kann dies gewisse Konsequenzen nach sich ziehen, allerdings ist dies immer noch besser, als Jahre lang einen Beitrag zu entrichten und später keinen Anspruch auf eine BU Rente zu haben.

Die Konsequenzen einer Erkrankungen können unterschiedlich ausfallen. Im Idealfall hat die Erkrankung keines Auswirkung, im schlimmsten Fall wird der Antrag auf Versicherung vom Versicherer abgelehnt oder er schließt die Erkrankung im Zusammenhang mit einer Berufsunfähigkeit aus. Es kann aber auch sein, dass die Erkrankung zu einem Beitragsaufschlag führt.

Kommentare

  1. Marco meint:

    Das ist mit Abstand die wichtigste Sache beim Abschluss einer BU. Falschangaben bringen niemandem etwas. Die VP verliert ihren Versicherungsschutz und hat höchstwahrscheinlich jahrelang umsonst die Prämie bezahlt.

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