Notwendigkeit der Unfallversicherung

Die Unfallversicherung ist eine der Versicherungen, deren Bedeutung maßgeblich unterschätzt wird. Zahlreiche Bürger verzichten bewusst auf den Unfallversicherungsschutz, weil sie der Meinung sind, dass sie ihn überhaupt nicht benötigen. Dies hängt nicht zuletzt mit dem Irrglauben zusammen, dass viele der versicherten Risiken auch über andere Versicherungen abgedeckt sind.

Tatsächlich besteht jedoch eine Notwendigkeit der Unfallversicherung. Zwar gibt es Überschneidungen mit den Leistungen anderer Versicherungen, jedoch sind diese Überschneidungen längst nicht so groß, wie zumeist angenommen wird. So deckt beispielsweise die gesetzliche Unfallversicherung nur einen sehr kleinen Teil der Risken ab. Zumal sich die meisten Unfälle ohnehin in der Freizeit ereignen – und dann hilft die gesetzliche Absicherung nicht weiter.

Wo die Gefahren lauern

Im Wesentlichen gibt es zwei Bereiche, in denen sich Personen häufig verletzen. Da wäre zunächst einmal der klassische Haushaltsunfall. Täglich fallenden tausende Menschen von Leitern, stürzen auf Treppen oder rutschen im Bad aus. Oft verlaufen diese Unfälle glimpflich, doch manchmal ziehen sie schwere Verletzungen nach sich, sodass der beruflichen Tätigkeit eine ganze Weile lang nicht mehr nachgegangen werden kann.

Zum anderen ereignen sich viele Unfälle im Rahmen von Freizeitaktivitäten. Der Klassiker ist immer noch der Sportunfall. An jedem Wochenende verletzen sich tausende Bürger beim Fußballspielen oder beim Skifahren. In Anbetracht dieser hohen Unfallzahlen ist die Notwendigkeit der Unfallversicheurng zweifelsohne belegt.

Es drohen hohe Kosten

Ebenso werden das Ausmaß der Unfälle sowie deren finanzielle Folgen gerne unterschätzt. Mit dem temporären oder gar dauerhaften Wegfall der Erwerbsfähigkeit wurde bereits ein bedeutendes Risiko genannt. Aber auch Kosten für ärztliche Behandlungen oder die Durchführung von Krankentransporten dürfen nicht unterschätzt werden. Wer beispielsweise beim Wandern in den Bergen stürzt und mit dem Helikopter gerettet muss, kann mit immensen Kosten rechnen, die von der Krankenversicherung nicht getragen werden.

Zahlreiche Personen sind hoch verschuldet, weil sie die Kosten ihrer Rettung aus eigener Tasche tragen mussten. In Anbetracht der droheneden Kosten erscheint der jährliche Beitrag zur privaten Unfallversicherung geradezu niedrig.

Unfallversicherung als Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Zahlreiche Personen würden gerne eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, werden von den Versicherern jedoch aufgrund von Beruf oder Gesundheitszustand abgelehnt. Die Unfallversicherung ist zwar keine vollständige Alternative, aber sie schafft zumindest eine Grundabsicherung.