Pflege-Bahr Tarife kommen gut an

Innerhalb der vergangenen zwei Jahrzehnte hat der Staat seine Sozialleistungen drastisch gekürzt. Für den Bürger wird es daher immer wichtiger, privat Vorsorge zu leisten. Zunächst war es nur die private Altersvorsorge, die an Bedeutung gewonnen hat, später folgte die Berufsunfähigkeitsversicherung. Mittlerweile gibt es noch eine dritte Versicherung, die immer wichtiger wird. Es ist die Rede von der privaten Pflegeversicherung.

Diese bietet eine finanzielle Absicherung für den Fall, dass eine Pflegebedürftigkeit eintritt. Zwar leistet der Staat in solchen Fällen noch Unterstützung, jedoch ist diese nicht sehr ausgeprägt. In den meisten Fällen genügen die staatlichen Gelder nicht, um die benötigten Leistungen zu bezahlen. Aus diesem Grund gilt es den Differenzbetrag selbst zu übernehmen. Doch gerade im Alter ist dies leichter gesagt als getan: Vielen Rentenempfängern fehlen die finanziellen Mittel.

Die private Pflegeversicherung schließt genau diese Lücke. Bis vor kurzem kosteten die meisten Tarife noch rund 50 Euro pro Monat. Seit letztem Jahr gibt es jedoch den Pflege-Bahr: Wer einen entsprechenden Tarif wählt, erhält einen finanziellen Zuschuss durch den Staat, der sich auf einen Betrag von fünf Euro pro Monat beläuft. Auf den ersten Blick mag dies nicht nach besonders viel klingen, doch ein Großteil der Tarife ist bereits für zehn bis 15 Euro pro Monat erhältlich.

Aufgrund der niedrigen Beiträge ist die Nachfrage hoch. Wie der PKV-Verband in der letzten Woche mitteilte, werden pro Tag ca. 1.600 Verträge abgeschlossen. Das Wachstum ist enorm, denn zu Beginn des Jahres lag der Wert noch bei ca. 240 Verträge pro Tag. Mittlerweile rechnet man beim Verband damit, dass die Marke von einer Million Verträge bereits im nächsten Jahr geknackt wird.

Interessenten sollten allerdings vorsichtig sein bzw. sich vor einem Vertragsabschluss gut informieren. Verbraucherschützer warnen vor unzureichenden Leistungen bei einigen sehr günstigen Verträgen. Eine gezielte Tarifwahl ist daher wichtig, schließlich sollte auf die Versicherung auch tatsächlich Verlass sein.

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