Private Unfallversicherung ist keine Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Sobald das Thema Berufsunfähigkeit angesprochen wird, winken zahlreiche Personen ganz schnell ab. Zum Teil bekommen Versicherungsexperten und Bankberater die wildesten Ausreden zu hören, weshalb dieser Schutz angeblich nicht benötigt wird. Dabei ist eine Sache klar: Die meisten Personen sind schlichtweg nicht dazu bereit, den Versicherungsbeitrag zu entrichten. Die mit dem Beitrag verbundene Schmälerung des Einkommens möchten sie nicht in Kauf nehmen.

Allerdings gibt es auch Argumente, die zunächst sehr plausibel erscheinen. So argumentieren beispielsweise viele Personen, dass sie bereits über den Schutz einer privaten Unfallversicherung verfügen und deshalb auch ohne Berufsunfähigkeitsversicherung auskommen. Denn sollte man einen Unfall erleiden und daraufhin nicht mehr arbeiten können, so zahlen etliche Unfallversicherungen einen stattlichen Entschädigungsbeitrag. Sofern ein guter Tarif gewählt wurde, fließt sogar eine monatliche Rente. Aufgrund dieses Schutzes könnte man glatt meinen, die private Unfallversicherung sei eine echte Alterantive zur Berufsunfähigkeitsversicherung.

Doch ganz so einfach ist die Sache dann doch nicht. Genau betrachtet führen Unfälle nämlich nur vergleichsweise selten zur Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit. Zwar können Unfälle in der Tat zur Invalidität und somit zum Wegfall des Einkommens führen, jedoch sind dies Ausnahmen. In den meisten Fällen zeigen sich Krankheiten hierfür verantwortlich. Vor allem psychische Probleme sorgen immer häufiger dafür, dass Personen berufsunfähig oder gar erwerbsunfähig werden.

Betrachtet man diese Verhältnismäßigkeit, so dürfte einem relativ schnell klar werden, dass die private Unfallversicherung keinen ausreichenden Schutz gegen die Berufs- und Erwerbsunfähigkeit bieten kann. Stattdessen kann sie lediglich eine wertvolle Ergänzung verköpern. Dementsprechend ist es falsch, beim Thema Berufsunfähigkeit schnell abzuwinken und auf die private Unfallversicherung zu verweisen. Ohne eigenständige BU Versicherung besteht nämlich eine Absicherungslücke.

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