Ab wann jemand als erwerbsunfähig gilt

Bis zur Reform im Jahr 2001 wurde im deutschen Sozialrecht zwischen den Begriffen berufsunfähig und erwerbsunfähig unterschieden. Auch heute sind die beiden Begriffe immer noch im Gebrauch. Doch im Hinblick auf die mittlerweile eingeführte Erwerbsminderung kommt es leicht zu Verwechslungen.

Vor der Einführung der Erwerbsminderung sah die Definition wie folgt aus. Eine Person galt dann als berufsunfähig, wenn sie weniger als vier Stunden am Tag arbeiten konnte. Diese Voraussetzung bezog sich auf den bisherigen bzw. erlernten Beruf. Als erwerbsunfähig galt eine Person hingegen, wenn sie sich nicht mehr in der Lage befand, überhaupt einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Dementsprechend muss die Erwerbsunfähigkeit als das deutlich größerer Risiko bewertet werden: Ist eine Person erwerbsunfähig, ist sie auf die Hilfe anderer angewiesen, weil keine Möglichkeit gegeben ist, aus eigener Kraft ein Einkommen zu erzielen.

Erwerbsunfähig: Es droht ein Leben am Existenzminimum

Die Folgen einer Erwerbsunfähigkeit dürfen daher nicht unterschätzt werden. Sollte eine Person erwerbsunfähig werden, hat dies gravierende Auswirkungen auf die Lebensumstände. Selbst wenn eine volle Erwerbsminderung festgestellt wird und daraufhin vom Sozialstaat eine Zeitrente geleistet wird, kann der Lebensstandard maßgeblich sinken.

Eines der Probleme ist die vergleichsweise niedrige Erwerbminderungsrente, mit deren Hilfe es sich häufig schwierig gestaltet, den Lebensunterhalt zu bestreiten. Zugleich kann es passieren, dass man aufgrund der eingetretenen Krankheit oder Behinderung dazu gezwungen ist, teure Medikamente zu kaufen oder beispielsweise den Wohnraum umzubauen. Folglich können ganz leicht finanzielle Schwierigkeiten auftreten. Trotz staatlicher Rente kann sogar ein Leben am Existenzminimum drohen

Keine finanziellen Probleme dank privater Vorsorge

In Anbetracht dieser Risiken ist es ungemein wichtig, über einen Versicherungsschutz zu verfügen. Durch den Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung lässt sich die eigene Existenz absichern. Sollte ein Versicherungsnehmer erwerbsunfähig werden, ist er finanziell abgesichert – die private BU Versicherung deckt dieses Risiko nämlich ab.

Übrigens muss solch ein Versicherungsschutz nicht teuer sein. Ein Basisschutz lässt sich vergleichsweise preiswert abschließen, sofern eine gezielte Auswahl des BU-Tarifs erfolgt. Mit unserem Vergleichsrechner für Berufsunfähigkeitsversicherungen werden zielsicher die passenden Tarife ermittelt, damit man keine Angst mehr davor haben muss, berufsunfähig oder gar erwerbsunfähig zu werden.