Arbeiten trotz Arbeitsunfähigkeit ist sehr riskant

Der Eintritt einer Arbeitsunfähigkeit ist ein schlimmes Ereignis, schließlich hat er zur Folge, dass sich das Einkommen deutlich verringert. Nur wenn der Schutz einer Berufsunfähigkeitsversicherung besteht, kann der Verdienstausfall kompensiert werden. Ohne die BU Versicherung sieht es meist schlimm aus. Vielen Betroffenen droht ein Leben an der Armutsgrenze.

Selbst wenn eine volle Erwerbsminderung festgestellt wird und somit Anspruch auf eine Zeitrente besteht, ist es um das Einkommen nicht gut bestellt. Viele Betroffene stellen sich deshalb die Frage, ob sie trotz Arbeitsunfähigkeit arbeiten gehen sollen. Das Ziel besteht im Wesentlichen darin, die Haushaltskasse aufzubessern.

Arbeiten bei Arbeitsunfähigkeit sollte nicht sein

Es gibt Personen, die sich nicht nur diese Frage stellen, sondern tatsächlich arbeiten gehen. Dies ist jedoch äußerst riskant, besonders wenn man die Zeitrente bezieht. Die staatliche Rente wird ja gerade wegen der Erwerbsminderung gezahlt: Sie soll eine finanzielle Grundabsicherung bieten. Sollte jemand trotzdem arbeiten gehen, so scheint überhaupt keine Arbeitsunfähigkeit vorzuliegen. Dementsprechend kann es passieren, dass die Rente gekürzt oder gestrichen wird.

Daher gilt es als riskant, diesen Weg einzuschlagen. Auch bei der privaten BU Rente verhält es sich so. Wenn der Versicherer erfährt, dass sich der Rentenempfänger in der Lage befindet, einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen, so kann die Rente gekürzt oder womöglich sogar gestrichen werden. Natürlich gibt es auch Ausnahmen. Letztlich entscheiden die Bedingungen, die im Versicherungsvertrag festgehalten sind, über die Möglichkeit einer ergänzenden beruflichen Tätigkeit.

Bei Unsicherheit stets einen Fachmann fragen

Letzten Endes kommt es immer auf den Einzelfall an. In den meisten Fällen gilt das Arbeiten bei Arbeitsunfähigkeit als sehr riskant, weshalb man bewusst davon absehen sollte – womöglich drohen schlimme finanzielle Konsequenzen. Auf der anderen Seite sollten Chancen nicht ungenutzt bleiben. Umso wichtiger ist es daher, sich professionellen Rat zu holen. Zum einen sollte man – sofern eine gesetzliche Rente bezogen wird – den Rententräger kontaktieren und sich dort informieren.

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