Verbraucherschützer warnen vor zu niedriger Absicherung bei BU-Schutz

Eine Versicherung gegen Berufsunfähigkeit wird nicht grundlos abgeschlossen, sie soll einen ganz wichtigen Schutz bieten. Immerhin wird heutzutage fast jeder vierte Berufstätige in seinem Arbeitsleben zumindest einmal vorübergehend berufsunfähig, sodass die Versicherung einen solide Absicherung verspricht. Im Ernstfall fließt zusätzliches Geld, das in Ergänzung mit der finanziellen Unterstützung durch den Staat den Lebensstandard aufrechterhalten soll.

Allerdings kann solch ein Schutzkonzept nur aufgehen, wenn entsprechend vorgesorgt wird bzw. die Versicherung einen angemessenen Schutz verspricht. Hierbei ist vor allem die Höhe der Absicherung von Bedeutung, sprich es sollte eine ausreichend hohe monatliche BU-Rente fließen. Genau dies ist jedoch nicht immer der Fall, wie Verbraucherschützer erst kürzlich gewarnt haben.

Die Verbraucherschützer sehen das Problem gar nicht so sehr bei der Wahl der Tarife, sondern vielmehr bei der Beratung. Viele Berater würden sich nicht ausreichend mit der Situation ihrer Kunden beschäftigen. Außerdem ist der Druck am Markt hoch und die Interessenten sind häufig nicht dazu bereit, hohe Beiträge zu entrichten. Als Folge werden bewusst relativ niedrige BU-Renten vereinbart, um dadurch die Beiträge niedrig zu halten.

Leider kann sich solch ein Verhalten böse rächen, weil es im Ernstfall dann doch am Geld mangelt und die BU-Rente kaum höher als die finanzielle Unterstützung durch Hartz IV bemessen ist. Solche Fällen werden in der Praxis immer wieder festgestellt, sodass sich die Betroffenen fragen, wozu sie ihre Versicherung überhaupt abgeschlossen haben.

Für eine optimale Absicherung ist es daher wichtig, sich ausreichend Zeit zu nehmen und die Angebote einzelner Berater oder Anbieter miteinander zu vergleichen. Außerdem ist es von Vorteil, wenn eine unabhängige Beratung angeboten wird und der Makler aus zahlreichen Tarifen verschiedener Anbieter wählen kann.

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